Ist der Haus­kauf wirk­lich teu­rer ge­wor­den?

Früher war alles besser, so tönt es immer wieder, wenn es um den Kauf einer eigenen Immobilie geht. Aber stimmt das wirklich? Wir erklären das Zusammenspiel von Einkommen, Preisen, Zinsen und Inflation.

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45 Prozent finden die Preise zu hoch

In einer aktuellen Umfrage des Immobilienvermittlers Interhyp geben 45 Prozent der rund tausend Befragten an, dass sie die derzeitigen Immobilienpreise im Verhältnis zu ihrem Einkommen als zu hoch empfinden.
Viele Menschen teilen diese Empfindung. Sie sind meist Mitte 30, sitzen sattelfest im Job und gründen eine Familie. Nun fehlt eigentlich nur noch das eigene Haus oder die eigene Wohnung. Und dann das: Die Preise sind auf hohem Niveau. Die Zinsen steigen und die Erschwinglichkeit der Immobilie wird immer ungewisser.
Irgendwann fällt der Satz: „Unsere Eltern hatten es leichter, eine eigene Immobilie zu erwerben.“ Aber ist das wahr?
War es früher wirklich leichter?

Um dies herauszufinden, benötigt man natürlich verlässliche Immobilienpreise und das Einkommen der aktuellen und der vorherigen Generation. Eine gute Quelle dafür stellt das sogenannte Hauspreis-Einkommens-Verhältnis (Price to income Ratio) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) dar.
Die Zahl beschreibt das Verhältnis von durchschnittlichen Hauspreisen (nominal) und dem durchschnittlichen verfügbaren Einkommen (nominal).

Die Werte wurden zu einem Index zusammengefasst und auf das Jahr 2015 hin normalisiert. Das bedeutet: Im Jahr 2015 beträgt der Wert 100. Hiervon ausgehend kann man die Werte vor und nach diesem Zeitpunkt vergleichen.
Je niedriger der Verhältniswert ist, desto mehr Haus konnten sich die Menschen leisten – je höher der Wert klettert, desto ungünstiger ist das Verhältnis zwischen Preisen und Einkommen.
Jahresstichproben innerhalb einer 40-jährigen Spanne ergeben folgende Werte:
1981 = 173
1991 = 126
2001 = 109
2011 = 93
2021 = 133

Price to income Ratio, Deutschland (OECD); 2015 = 100
Quelle: https://www.oecd-ilibrary.org/…/indicat…/english_63008438-en.

Früher war es also doch nicht leichter

Daraus lässt sich ablesen, dass das Verhältnis von Preisen und Einkommensverhältnissen vor 30 Jahren (126 in 1991) keinesfalls besser oder schlechter war als die 133 in 2021.
Es war sogar relativ ähnlich. Noch früher (173 in 1981) war das Verhältnis sogar bedeutend ungünstiger. Die nominalen Hauspreise lagen zu diesem Zeitpunkt sehr viel niedriger – aber das Einkommen eben auch.
Im Jahr 2011 war das in den vergangenen 40 Jahren beste Jahr, um eine Immobilie zu erwerben.

Quelle: Auszug aus ImmoScout24 Redaktion 16.05.2022

Hausbau – Stei­gen­de Zin­sen

Stei­gen­de Zin­sen: Tor­schluss­pa­nik?

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Die Zinsen steigen aktuell dramatisch. Ist jetzt Torschlusspanik angesagt? Welcher Kredit ist jetzt der richtige und wo lässt sich noch sparen?

Zinskosten um 80 % gestiegen

Ein Blick auf unsere aktuelle Zinsbox zeigt: Die Kreditkosten für die Baufinanzierung steigen gerade stark an. Neben den gestiegenen Kosten für Energie haben auch die Baupreise beziehungsweise die Kaufpreise für Immobilien zugelegt. Der Kostendruck wurde jahrelang durch die geringen Zinsen für Immobilienkredite abgefedert. Doch auch damit scheint es jetzt vorbei zu sein. Die Zinskosten stiegen im Jahresverlauf um fast 80 Prozent, also wirklich eine ganze Menge.

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Ist jetzt Torschlusspanik angesagt?

Die hohe Inflation, die wir gerade erleben, fördert den Anstieg der Zinsen und es ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, wann die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins anhebt. Die amerikanische Fed hat das bereits getan. Mehr als die Hälfte der vom Baufinanzierungsvermittler Interhyp regelmäßig befragten Expert:innen sagt steigende Bauzinsen voraus. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zeigte sich im Januar 2022 außerdem angesichts der immer höheren Kreditsummen und steigender Immobilienpreise alarmiert und schreibt den Banken seit 1. April eine bessere Risikovorsorge vor. Das wird über kurz oder lang dazu führen, dass es schwieriger wird, an einen Kredit zu kommen. Und wenn, dann nur mit höheren Zinsaufschlägen. Gleichzeitig ist nicht damit zu rechnen, dass die Immobilienpreise in Zukunft sinken. Sie werden nur höchstens nicht mehr so schnell steigen wie in der Vergangenheit.
Mit anderen Worten: Der beste Zeitpunkt, sich um deine Baufinanzierung zu kümmern ist: JETZT, SOFORT.
Wobei natürlich wie immer gilt: Nicht in Torschlusspanik verfallen. Eine Baufinanzierung ist eine große Sache und du solltest auf keinen Fall das erstbeste Angebot nehmen, nur um überhaupt einen Kredit zu bekommen.

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Foto: Stadtvilla Flair 124
Textquelle:IS24

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