Eine Risikolebensversicherung zur Absicherung der Immobilie – sinnvoll?

Mit einem eigenen Haus erfüllt sich ein teurer Lebenstraum, den man optimal absichern sollte. Da eine Baufinanzierung über mehrere Jahre abbezahlt werden muss und in dieser Zeit auch Unverhofftes passieren kann, entscheiden sich viele Menschen für eine Risikolebensversicherung. Wir verraten Ihnen, ob sich eine Risikolebensversicherung zur Immobilienabsicherung lohnt!

Baut man ein Haus, freut man sich auf den Einzug und das Leben in den eigenen vier Wänden. Kaum einer denkt daran, dass während des Abbezahlens des Eigenheims etwas Unvorhergesehenes passieren kann. Jedoch hat das Schicksal manchmal andere Pläne und der plötzliche Tod eines Beteiligten kann aus der Baufinanzierung schnell eine Schuldenfalle machen. Dann ist auch der Verlust des Eigenheims nicht weit.

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Eine Risikolebensversicherung ist eine Möglichkeit, seine Immobilie vor dem Verlust durch Schicksalsschläge, wie dem plötzlichen Tod eines Kreditnehmers, abzusichern. Durch die Auszahlung der Versicherungssumme kann die Zwangsvollstreckung abgewendet und der Traum vom Eigenheim gerettet werden. Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen zur Risikolebensversicherung:

Lohnt sich eine Risikolebensversicherung?

Aufgrund dessen, dass Bauen teurer wird und man kaum noch Möglichkeiten hat, sich Eigenkapital anzusparen, werden immer mehr Baufinanzierungen mit sehr hohen Kreditsummen abgeschlossen. Um diese abzubezahlen, entscheiden sich Bauherren entweder für eine hohe, monatliche Rate oder eine längere Kreditlaufzeit. Beides birgt Risiken, welche man mit einer Risikolebensversicherung minimieren kann.

Für wen eignet sich eine Risikolebensversicherung?

Da niemand vor Schicksalsschlägen gewappnet ist, käme eine Risikolebensversicherung theoretisch für jeden angehenden Eigenheimbesitzer in Frage. Sinn macht sie aber vor allem bei (jungen) Familien mit einem Haupt- oder Alleinverdiener.
Sind beide berufstätig und verdienen in etwa gleich, sollte man überlegen, ob die monatlichen Raten auch mit einem Gehalt getilgt werden könnten. Ist die Antwort nein, lohnt sich eine Risikolebensversicherung auch in diesem Fall.
Versichern lassen sollte man zur Sicherheit immer beide Partner – vor allem dann, wenn auch beide berufstätig sind. Kümmert sich einer hauptsächlich um die Kinderbetreuung, lohnt sich eine Absicherung trotzdem, da der Hinterbliebene sonst für Kinderbetreuungskosten aufkommen müsste.

Wann zahlt die Risikolebensversicherung?

Die Versicherung bezahlt nur bei unvorhergesehenen Schicksalsschlägen, wie dem plötzlichen Unfalltod oder bei einer Krankheit mit tödlichen Ausgang.

Was sollte man bei der Höhe der Versicherungssumme beachten?

Grundsätzlich sollte die Risikolebensversicherung nicht nur die Immobilie absichern, sondern auch die Hinterbliebenen. Daher ist es wichtig, dass die Versicherungssumme die Kreditsumme und eine zusätzliche Absicherung der Angehörigen abdeckt. Für letzteres empfiehlt die Stiftung Warentest das 3- bis 5-fache des Bruttojahreseinkommens des Versicherten.

Welches Modell eignet sich zur Absicherung einer Immobilie?

Eine Risikolebensversicherung gibt es in 3 Modellen:

1.) Mit einer konstanten Versicherungssumme:
Hier bleibt die Versicherungsleistung im Todesfall während der gesamten Laufzeit gleich, unabhängig davon, ob jemand im 1. oder 10. Versicherungsjahr stirbt.

2.) Mit einer linear abfallenden Versicherungssumme:
Die Todesfallleistung verringert sich stetig mit jedem Jahr. Der oder die Versicherungsnehmer profitieren dabei von sinkenden Beitragszahlungen. Allerdings eignet sich dieses Modell eher nicht für die Immobilienabsicherung. Die Versicherungssumme sinkt schneller als die Restschuld des Kredits und dieser kann im Todesfall trotz Absicherung nicht komplett getilgt werden.

3.) Mit einer individuell fallenden Versicherungssumme:
Die Versicherungssumme fällt entsprechend des Zins-/ Tilgungssatzes der Baufinanzierung und passt sich so ideal an die verbleibende Restschuld an. Daher eignet sich dieses Modell eher für die Immobilienabsicherung. Jedoch wird es nicht immer angeboten. Steht es zur Auswahl, sollten Bauherren genau prüfen, wie hoch die Ersparnis gegenüber einer Risikolebensversicherung mit konstanter Versicherungssumme wäre.

Eine Alternative zur Risikolebensversicherung

Wer mit Town & Country Haus baut, braucht nicht zwingend eine Risikolebensversicherung. Im Hausbau-Schutzbrief, der im Kaufpreis jedes Massivhauses inklusive ist, ist auch der 20-Jahre NotfallHilfeplan enthalten. Bauherren, die nach dem Hausbau unverschuldet in Not geraten, können auf die Unterstützung des Massivhausanbieters zählen. Sieht man sich mit dem Verlust des Eigenheims konfrontiert, helfen die Experten von Town & Country Haus als Schuldnerberater bei den Verhandlungen mit der Bank und den Gläubigern. Auch die Town & Country Stiftung konnte bei besonders dramatischen Fällen helfen und so Familien das Leben trotz Schicksalsschlag etwas erleichtern und das Eigenheim retten.

Bauen ist derzeit so teuer und so günstig wie noch nie! – Preisaufschwung wird erwartet

Der Preis-Wahnsinn geht weiter! Hatten Menschen mit dem Traum vom Eigenheim zu Beginn der Corona-Krise noch gehofft, dass auch die Immobilienpreise fallen würden, werden sie nun bitter enttäuscht. Verschiedene Berichte zeigen: Die Preise klettern weiter ins Unermessliche. Warum das Bauen noch nie so teuer, aber gleichzeitig auch so günstig war, erfahren Sie hier!

Es scheint, als wäre momentan nichts und niemand immun gegen das Corona-Virus – außer der Immobilienmarkt! Prognostizierte man am Anfang der Pandemie noch einen Rückgang der Anfragen und damit verbunden fallende Preise (egal, ob beim Mieten oder Kaufen) und günstigere Baukosten, stellt man zum jetzigen Zeitpunkt eher fest, dass es vor allem mehr statt weniger wird. Mehr Anfragen und mehr Kaufabschlüsse generieren aber auch einen Anstieg der Kosten. Der aktuelle Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) bestätigt das Preiswachstum.

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Bauen wird auch zukünftig immer teurer

Der Preisaufschwung der Immobilienbranche geht damit ins 10. Jahr und hat mittlerweile fast alle Regionen Deutschlands erreicht. Auch in den kommenden 10 Jahren erwarten Experten eine erneute Wertsteigerung bei mehr als der Hälfte der 401 deutschen Städte und Landkreise. Am stärksten wird das Umland von München betroffen sein, aber auch in München selbst wird eine Steigerung von 1,7 % erwartet – und dass, obwohl für Normalverdiener dort Eigentum jetzt schon kaum mehr finanzierbar ist!

Außerhalb der bayrischen Landkreise zieht auch die Stadt Cloppenburg mit 2 % kräftig an. In den Großstädten Heilbronn, Potsdam, Leipzig, Dresden und Ingolstadt wird es eine jährliche Preissteigerung von 1 % geben. Nur die ländlichen Regionen des Ostens scheinen unbeliebt. Hier stehen die Preise still oder gehen sogar zurück.

Diese Entwicklung wird Menschen mit Wunsch nach einem Eigenheim wenig freuen. Dennoch kann Claus Michelsen von der DIW Berlin dem Ganzen durchaus etwas Positives abgewinnen: „Würde die Wirtschaftskrise auf den Immobiliensektor überspringen und fielen dann in größerem Ausmaß Immobilienkredite aus, könnte das viele Banken in zusätzliche Schwierigkeiten bringen. Das letzte, was Politik, Wirtschaft und auch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler jetzt gebrauchen können, sind strauchelnde Banken und zusammenbrechende Immobilienmärkte.“

Die Banken machen Bauen günstig

Es wundert also nicht, dass die hohe Nachfrage vor allem durch die Banken angefeuert wird. Diese machen ein Eigenheim Bau- oder Kaufwilligen momentan so günstig wie noch nie – trotz hoher Immobilienpreise! Wie? Durch Zinsen, die beinahe schon an einen Gratis-Kredit erinnern. Anfang September rutschten diese laut Interhyp-Berichten unter die 0,5 % – Marke. Ein Darlehen mit 10-jähriger Zinsbindung und sehr guter Bonität bekommt man laut BILD.de sogar schon für 0,4 % Zinsen.
Wer allerdings mit Negativzinsen spekuliert und hofft, bald weniger von seinem aufgenommenen Kredit zurückzahlen zu müssen, der wird laut Interhyp enttäuscht. Der Vermittler privater Baufinanzierungen hält dies auch in Zukunft für äußerst unwahrscheinlich.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Bauen?

Hausverkäufer von Bauunternehmen empfehlen Bauwilligen nicht mehr allzu lang mit der Erfüllung des Hausbauwunsches zu warten. „Wir können nicht in die Zukunft gucken und mit Bestimmtheit sagen, ob dieser Preistrend wirklich eintritt. Es deutet jedoch einiges darauf hin. Daher geben wir unseren Interessenten den Rat: Baut jetzt und sichert euch noch die günstigen Zinsen der Banken!“, fasst Jürgen Dawo, Gründer von Town & Country Haus, zusammen.

So werden Immobilienbesitzer schneller schuldenfrei

Zur Finanzierung der eigenen Immobilie ist in der Regel ein Kredit nötig. Genügend Eigenkapital, um das eigene Haus aus der Portokasse zu bezahlen, haben nur die wenigsten. Interhyp hat nun in einer Studie die Daten von 100.000 Kunden ausgewertet und kommt zu dem Schluss: Immobilienbesitzer, deren Zinsbindung ausläuft, sind bei guter Anschlussfinanzierung schneller schuldenfrei. Wir erklären, wo Sparpotenzial liegt!

Was den Sparer ärgert, freut den Immobilienbesitzer umso mehr: Das aktuelle Niedrigzinsniveau sorgt dafür, dass sich Eigentum vergleichsweise günstig finanzieren lässt. Davon profitieren Bauwillige und Käufer, aber gerade auch Immobilienbesitzer, die eine Anschlussfinanzierung benötigen. Eine Studie der Interhyp, Vermittler für private Baufinanzierungen, zeigt, dass solche Kreditnehmer derzeit rund fünfeinhalb Jahre früher ihre Schulden getilgt haben. Voraussetzung: Der neue Niedrigzins verändert sich nicht in der Restlaufzeit.

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Sparen durch eine kluge Anschlussfinanzierung

Läuft die Zinsbindung für den derzeitigen Immobilienkredit aus, sollten Kreditnehmer die optimale Anschlussfinanzierung sorgfältig durchdenken. Immerhin liegen die heutigen Konditionen laut Studie bei einem Drittel der ursprünglichen Werte. Mit diesen Möglichkeiten können Sie das Maximum an Sparpotenzial herausholen:

Anbieter vergleichen: Bei der Anschlussfinanzierung können Sie entweder bei Ihrer Bank bleiben oder zu einem anderen Anbieter wechseln. Besonders kompliziert ist der Wechsel nicht. Vergleichen Sie mehrere Banken und die dazugehörigen Konditionen miteinander. Wer auf gute Begleitung der Bank Wert legt, sollte auch darauf ein Auge haben.

Genug Zeit einplanen: Am besten beginnen Kreditnehmer mit auslaufender Zinsbindung so früh wie möglich mit der Planung der Anschlussfinanzierung. So haben Sie genügend Zeit, in Ruhe alle Möglichkeiten zu sichten und die optimale Ersparnis herauszuholen. Viele Kreditnehmer beginnen rund ein Jahr vor Ablauf damit. Ebenfalls möglich: Ein sogenanntes Forward-Darlehen, das Sie bereits einige Jahre vor Ablauf der Zinsbindung mit Ihrer Bank abschließen können. Es sichert Ihnen den heutigen Zinssatz für die spätere Anschlussfinanzierung. Werden Sie nicht aktiv, erhalten Sie spätestens drei Monate vor Ablauf der Zinsbindung ein neues Angebot der Hausbank.

Längere Zinsbindungen vorzeitig beenden: Zinsbindungen, die den Zeitraum von zehn Jahren übersteigen, dürfen laut Paragraph § 489 I Nr. 2 BGB kostenlos nach zehn Jahren beendet werden. Da alte Kreditverträge mit schlechteren Konditionen gestartet sind, kann sich das lohnen.

Monatsrate anpassen: Häufig hat sich nach zehn oder 15 Jahren Zinsbindung die finanzielle und persönliche Situation verändert, sodass sich neuer Spielraum für die Anschlussfinanzierung ergibt. Bei gleicher Monatsrate erhöht sich die Tilgungsrate durch die niedrigeren Zinsen, sodass Sie schneller schuldenfrei sind. Tipp: Möglicherweise lässt sich die Monatsrate sogar etwas erhöhen.

Zinsbindung beachten: Die Dauer der Zinsbindung hängt von den aktuellen Konditionen ab. Ein Richtwert: Je niedriger die Zinsen sind, umso länger sollte die Zinsbindung sein; bei vergleichsweise hohen Zinsen besser eine kurze Zinsbindung vereinbaren.

Sondertilgungen vereinbaren: Sondertilgungen sind ein wichtiges Element, um die Restschuld schneller zu begleichen. So lässt sich angespartes Geld optimal einsetzen. Ob Sie tatsächlich von den Sondertilgungen Gebrauch machen, entscheiden Sie. Banken bieten sehr unterschiedliche Sondertilgungsmöglichkeiten an. Deswegen gilt auch hier: Angebote einholen und bestmögliche Konditionen verhandeln.

Strengere Regeln bei der Kreditvergabe: So klappt es mit dem Baugeld

Die unsichere Wirtschaftslage lässt derzeit auch die Banken vorsichtiger werden. Viele Kreditinstitute haben deshalb die Regeln bei der Kreditvergabe verschärft. Doch Bauwillige müssen ihren Traum vom Haus nicht auf Eis legen. Fünf Tipps, mit denen man trotzdem an einen günstigen Kredit kommt!

Kurzarbeit, Verdienstausfälle, Angst vor dem Jobverlust: Obwohl sich die Zinsen für Baugeld nach wie vor auf einem niedrigen Niveau befinden, trauen sich viele Deutschen aufgrund der Unsicherheit in Zeiten von Corona nicht, ihren Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen. Einer aktuellen Umfrage der Bundesbank zufolge sank die Nachfrage nach einer Baufinanzierung erstmals seit 2017.

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Banken reagieren auf unsichere Lage

Aber auch die Banken selbst kalkulieren vorsichtiger. Schon vor der Corona-Krise wurden die Schrauben bei der Kreditvergabe angezogen. Grund dafür ist die Wohnimmobilienkreditrichtlinie. Sie verpflichtet Banken und Versicherer dazu, die Kreditwürdigkeit der Kunden umfassend zu prüfen und ihnen ausschließlich Produkte anzubieten, die sie sich wirklich leisten können. Seit dem Ausbruch der Pandemie sehen die Kreditgeber noch genauer hin. So müssen Kreditnehmer nicht nur mit einem erhöhten Eigenkapitalanteil von 20 bis 30 Prozent rechnen, einige Banken verlangen zudem einen größeren Puffer bei der Haushaltsrechnung. Nicht selten werden sehr knapp kalkulierte Finanzierungen abgelehnt.

Fünf Tipps, um an günstiges Baugeld zu kommen

Doch noch immer stehen die Zeichen für den Hausbau günstig, denn die Europäische Zentralbank hält den Leitzins weiterhin auf null Prozent. So können sich Bauinteressenten die niedrigen Zinsen trotz strengerer Banken sichern:

Tipp 1: Genau kalkulieren

Bauwillige sollten sich ausreichend Zeit nehmen, um ihre finanziellen Möglichkeiten sowie die weitere Lebensplanung genau zu überdenken. Ist Nachwuchs geplant? Sind in den nächsten Jahren größere Investitionen erforderlich? Welche beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten gibt es? Und: Wie sicher ist der Arbeitsplatz?

Tipp 2: Eigenkapital mobilisieren

Eine wichtige Säule der Baufinanzierung ist das Eigenkapital. Je mehr eingesetzt werden kann, desto besser. Auf den Prüfstand gehören dabei sämtliche Vermögenswerte wie Lebensversicherungen, zuteilungsreife Bausparverträge sowie Spar- bzw. Festgeldkonten. Reicht das Eigenkapital nicht aus, dann sind eventuell Privatkredite von der Verwandtschaft, ein Arbeitgeberdarlehen, Schenkungen oder eine vorgezogene Erbschaft eine Lösung.

Tipp 3: Eine längere Laufzeit wählen

Entscheidet man sich bewusst für eine längere Laufzeit des Kredits, dann sinkt die monatliche Rate und die Haushaltsrechnung verbessert sich. Sollte das Monatseinkommen durch Verdienstausfälle oder Kurzarbeit sinken, ist man trotzdem noch in der Lage, den Kredit zu bedienen. Wichtig: Bauwillige sollten von vornherein auf Flexibilität setzen. Dazu gehört neben der Möglichkeit, den Tilgungssatz anzupassen, auch die Vereinbarung von Sondertilgungen.

Tipp 4: Mehrere Anbieter vergleichen

Nicht alle Banken urteilen nach den gleichen Regeln, vor allem, wenn es um das Thema Kurzarbeit geht. Es ist daher sinnvoll, mehrere Anbieter miteinander zu vergleichen. Beim Einholen unterschiedlicher Angebote sollten Bauinteressenten auf eine Konditionsanfrage bestehen. Diese wird nicht an die SCHUFA gemeldet und hat somit keinen Einfluss auf das Scoring.

Tipp 5: Finden lassen statt selber suchen

Da die Banken ihre Konditionen aktuell häufiger anpassen als vor Corona, ist es für Bauwillige nicht immer leicht, das beste Angebot zu finden. Zudem kosten Anfragen bei den verschiedenen Banken Zeit und Nerven. Wer nicht selbst auf die Suche gehen möchte, kann sich an einen Finanzvermittler wenden, der diese Arbeit übernimmt. Dabei gilt: Je größer sein Netzwerk, desto besser wird das Finanzierungsangebot passen.

Unabhängigen Finanzierungsservice nutzen

Wer sich für ein Massivhaus von Town & Country Haus entscheidet, wird bei der Finanzierungsplanung auf Wunsch vom bankenunabhängigen Finanzierungsservice unterstützt. Er vergleicht die Angebote zahlreicher regionaler und überregionaler Kreditinstitute und findet so die besten Konditionen. Damit erhalten die Bauherren eine Finanzierung, die perfekt auf ihre individuelle Situation zugeschnitten ist.

Mehrwertsteuersenkung – So profitieren Hausbesitzer

Bis zum 31. Dezember 2020 senkt der Staat die Mehrwertsteuer. Obwohl Händler und Unternehmen nicht verpflichtet sind, die Steuersenkung an die Kunden weiterzugeben, locken doch viele mit Preisnachlassen. Wir zeigen, wo Hausbesitzer jetzt so richtig sparen können!

Mit dem Corona-Konjunkturpaket möchte die Bundesregierung die Kauflaune der Deutschen und damit auch die Wirtschaft ankurbeln. Ein wichtiger Bestandteil ist die Mehrwertsteuersenkung: Vom 1. Juli bis 31. Dezember wird der Regelsteuersatz von 19 auf 16 Prozent und der ermäßigte Steuersatz von 7 auf 5 Prozent herabgesetzt. Gerade für Hausbesitzer ergeben sich dadurch viele Möglichkeiten, Geld einzusparen – nicht nur bei größeren Investitionen, sondern auch bei den laufenden Kosten.

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Entlastung bei den laufenden Kosten

Die großen Energie- und Wasserversorger wollen die Mehrwertsteuersenkung über die jährliche Abrechnung an ihre Kunden weitergeben. Die Unternehmen können dabei die beiden Halbjahre getrennt abrechnen oder aber den geltenden Steuersatz auf den gesamten Abrechnungszeitraum anwenden, wenn die Schlussrechnung zwischen Juli und Dezember ansteht. Doch wie viel Geld lässt sich dadurch sparen? Die Verbraucherzentrale NRW hat berechnet, dass ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Stromverbrauch von 4.250 kWh im Jahr zwischen Juli und Dezember etwa 16 Euro einspart. Ähnlich sieht es bei der Gasrechnung aus: Bei einem Verbrauch von 20.000 kWh im Jahr ergeben sich Einsparungen von rund 14 Euro.

Zudem senken viele Telekommunikationsanbieter ihre Preise. Allerdings ist der Spareffekt hier vergleichsweise gering: Bei einem Rechnungsbetrag von 40 Euro ergibt sich gerade einmal 1 Euro.

Auch wenn sich die Mehrwertsteuersenkung bei den einzelnen Posten kaum bemerkbar macht: Zusammen mit den wöchentlichen Einkäufen können sich die Ersparnisse zu einem stattlichen Betrag aufsummieren. Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) gehen davon aus, dass die Gesamtersparnis für Familien – je nach Einkommen – zwischen 50 und 116 Euro pro Monat liegt. Geld, das sich an anderer Stelle wieder in das Haus investieren lässt.

Zeit für Neuanschaffungen

Gerade bei Waren mit einem hohen Anschaffungswert oder auch bei Handwerkerleistungen ist das Sparpotenzial groß. Die neue Einrichtung, die Gestaltung der Außenanlagen, der Dachausbau oder auch die Installation eines Smart-Home-Systems: Oft werden beim Hausbau Investitionen aus Kostengründen aufgeschoben. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, diese endlich in Angriff zu nehmen. So kostet ein Fernseher, der inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer für 999 Euro angeboten wurde, jetzt nur noch 973,82 Euro.

Maßgeblich für den reduzierten Steuersatz ist der Zeitpunkt der Lieferung bzw. der Abschluss der Arbeiten, nicht das Rechnungs- oder Zahlungsdatum. Wird beispielsweise im Oktober 2020 eine Küche bestellt, aber erst im Januar 2021 geliefert und eingebaut, gilt der normale Steuersatz von 19 Prozent. Für Hausbesitzer, die ein größeres Projekt planen, empfiehlt sich daher die Vereinbarung von Teilleistungen. Sollte es zu Verzögerungen kommen, laufen sie nicht Gefahr, dass sie im nächsten Jahr 19 Prozent Mehrwertsteuer auf die Gesamtrechnung zahlen müssen.

Nicht übernehmen!

Doch wie bei allen Investitionen gilt: Hausbesitzer sollten sich nicht finanziell übernehmen, sondern auch Rücklagen schaffen. Schließlich müssen die eigenen vier Wände kontinuierlich instandgehalten werden. Der Verband Privater Bauherren (VPB) empfiehlt, im Monat 1 Euro pro Quadratmeter zurückzulegen, um gut abgesichert zu sein.

Auswirkungen der Corona-Krise: So können Sie Ihre Baufinanzierung anpassen

Wer aufgrund der Corona-Krise von Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder fehlenden Aufträgen betroffen ist, bangt nicht nur um seine Existenz, sondern auch um seine Baufinanzierung. Wie sollen die Raten beglichen werden, wenn kein Geld mehr eingenommen wird? Wir verraten Ihnen 3 Tipps, wie Sie Ihre Finanzierung anpassen können.

Die Corona-Krise hat das öffentliche und gesellschaftliche Leben weitestgehend stillgelegt. Zahlreiche Unternehmen mussten vorerst schließen oder Kurzarbeit anmelden, Freischaffende erhalten so gut wie keine Aufträge mehr. Wer in diesen unsicheren Zeiten einen Immobilienkredit abzahlen muss, steht vor finanziellen Herausforderungen. Kommunizieren Sie Ihre Situation an Ihre Bank, sie kann Ihnen folgende Lösungen anbieten:

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1. Tilgungsaussetzung wegen finanzieller Engpässe

Sie sind von Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit betroffen und können Ihre Rate nicht mehr stemmen? Dann ist es möglich, die Rückzahlung des Immobilienkredits für einen bestimmten Zeitraum auszusetzen. In dieser Zeit fallen lediglich die Zinsen an. Im Normalfall müsste diese Option bereits im Vertrag festgelegt werden, unter bestimmten Umständen wie etwa einem unverschuldeten, finanziellen Engpass ist die Tilgungsaussetzung auch ohne vertragliche Vereinbarung gestattet. Die Entscheidung für eine komplette Aussetzung der Tilgung hängt vom Einzelfall ab – und wird zuvor von der kreditgebenden Bank geprüft.

2. Tilgungssatzwechsel verschafft finanziell Luft

Bauherren, die einen Tilgungssatzwechsel in ihren Darlehensvertrag eingebaut haben, können ihre Rate entsprechend verändern und an ihre finanzielle Situation anpassen. Bei einer Senkung des Tilgungssatzes muss allerdings beachtet werden, dass sich die Zeit der Darlehensabzahlung verlängert. Darüber hinaus gilt der Wechsel meist längerfristig. Wer nach der Krise seine Rate wieder anheben möchte, muss dafür – sofern er nicht mehrere Wechsel in seinem Darlehensvertrag vereinbart hat – vermutlich etwas zahlen oder auf die Kulanz der finanzierenden Bank hoffen. Ein Tilgungssatzwechsel ist übrigens generell eine gute Idee: Falls das Haushaltseinkommen deutlich steigt, können Sie Ihren Tilgungssatz auch nach „oben“ hin anpassen.

3. Möglichkeit zur Stundung der Zahlungen

Bei einer Stundung kann die Zahlung der gesamten Monatsrate (inkl. Zins und Tilgung) ausgesetzt werden. Vom 1. April bis zum 30. Juni ist es laut dem geschlossenen Hilfspaket der Bundesregierung möglich, die Monatszahlungen auszusetzen. Die gestundeten Raten werden an das reguläre Ende der Laufzeit angehängt. Das Aussetzen ist lediglich als Zahlungspause bei der Finanzierung zu verstehen. Wird der Shutdown wieder aufgehoben und die Einnahmen fließen wieder, werden die Raten wie gewohnt abgezahlt. Die Bank erhebt für die Zeit der Stundung keine Verzugszinsen und kann Ihnen den Vertrag auch nicht kündigen. Es bleibt abzuwarten, ob das „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie“ notfalls über den 30. Juni verlängert wird.

Übrigens: Der Gesetzesentwurf gilt auch für Mietverträge. Ab dem 01. April dürfen diese auch bei Zahlungsverzug nicht gekündigt werden – für insgesamt 6 Monate.