Der Weg in die Mietarmut: Zu hohe Wohnkosten belasten die Deutschen

Ende November veröffentlichte das Statistische Bundesamt aktuelle Zahlen zur derzeitigen Belastung durch zu hohe Wohnkosten. Dabei wird deutlich: Rund 11,4 Millionen Deutsche sind betroffen. Wenn das verfügbare Einkommen eigentlich nicht mehr zum Wohnen ausreicht, ist der Weg in die Miet- oder Altersarmut nicht mehr weit.

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind erschreckend: Rund 14 % der bundesweiten Bevölkerung lebte 2019 mit zu hohen Wohnkosten. Unterm Strich sind das etwa 11,4 Millionen Deutsche, die mehr als 40 % des verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten ausgaben. Im EU-Vergleich mit den anderen 27 Mitgliedsstaaten belegt Deutschland damit den 4. Platz – ein ernüchterndes Ergebnis!

csm_News-20-01-Zu-hohe-Wohnbelastung-Mietarmut_226cb5c621

Überbelastung führt zu Überforderung der Deutschen

Zum Vergleich: Durchschnittlich gaben Bürger im vergangenen Jahr etwa 26 % ihres Haushaltseinkommens fürs Wohnen aus. Dabei umfasst dieses alle Einnahmen eines privaten Haushalts. So bezieht man sich nicht nur auf Löhne oder Gehälter, sondern auch auf Erträge aus Kapitalanlagen, das Kindergeld oder Renten. Von einer Überbelastung spricht man erst, wenn ein Haushalt mehr als 40 % seines verfügbaren Einkommens für Miete, Nebenkosten oder Unterhaltskosten von Wohneigentum ausgeben muss. Diese Überbelastung spürten die Bürger auch. Rund 12 % fühlten sich nach eigener Einschätzung mit der Höhe ihrer Wohnkosten überfordert.

Mieter trifft es besonders hart

Das Statistische Bundesamt teilt zwar mit, dass die überhöhte Belastung auch nicht vor Wohneigentum Halt macht, eine Studie des Pestel Instituts kam aber zu dem Ergebnis, dass es vor allem Mieter trifft. Rund ein Drittel aller zur Miete wohnenden Bundesbürger geben ganze 42 % ihres Haushaltseinkommens an ihren Vermieter ab. Da ist der Weg zur Mietarmut (oder Altersarmut) nicht weit. Begünstigt wird dies noch von den aktuellen Mietpreissteigerungen. Sinkt das Haushaltseinkommen, z.B. durch den Bezug von Rente statt Gehalt, sind die Wohnkosten plötzlich nicht mehr bezahlbar. Wohneigentümer haben seltener diese Probleme, aufgrund eines etwa 1,7-fach höherem Geldvermögens.

Wer nicht in der Mietarmut enden möchte, sollte sich jetzt für den Hausbau entscheiden. Town & Country Haus sichert nicht nur den Weg ins Eigenheim bestmöglich ab, sondern berät seine Bauherren auch bei der Baufinanzierung und vermeidet eine zu hohe Belastung der Wohnkosten im Eigenheim!

Durch Lohnzuwachs einfacher das Haus abzahlen

Warum ist es in Zukunft leichter möglich, einen Kredit zu tilgen ?
Ganz einfach: Mit mehr Einkommen lässt sich die Rate leichter schultern.
Die Rate bleibt konstant, aber der Lohn wächst und zwar von Jahr zu Jahr. Damit wird es auch von Jahr zu Jahr leichter, die anfänglich hoch erscheinende Rate zu bewältigen.

mo

Schaut man sich die Entwicklung der Einkommen an, so sieht man das gerade in Ostdeutschland der Einkommenszuwachs deutlich stärker als in Westdeutschland steigt. Somit stehen der baufinanzierenden Familie Jahr für Jahr mehr Mittel zur Tilgung des Darlehens zur Verfügung, so dass zusätzliche Sondertilgungen und damit eine Laufzeitverkürzung einfacher möglich wird.

Im Zeitraum 2007 bis 2019 stiegen die nominalen Bruttomonatsverdienste in Ostdeutschland stärker als in Westdeutschland (41,0 gegenüber 32,1 Prozent) und die der Frauen stärker als die der Männer (36,0 gegenüber 31,4 Prozent).

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung
m.bpb.de › zahlen-und-fakten

Allein im Jahr 2020 wird mit einem Anstieg der Nominallöhne in Ostdeutschland in Höhe von 2,9% gerechnet. Die endgültigen Werte liegen aktuell noch nicht vor.

Fazit: „Steigendes Einkommen – schmelzende Rate“

Gut kalkuliert: Finanzierungsmöglichkeiten für Baunebenkosten

Sie werden oft unterschätzt, dabei sind sie längst keine Nebensache: die Baunebenkosten. Zählt man alle Posten zusammen, summiert sich schnell ein mittlerer fünfstelliger Betrag auf. Wie diese zusätzlichen Ausgaben finanziert werden können, lesen Sie hier!

Baunebenkosten fallen in jeder Phase des Hausbaus an: beim Grundstückskauf, bei der Finanzierung, bei der Bauvorbereitung, während der Bauarbeiten und sogar nach der Fertigstellung des Hauses. Einige davon lassen sich vorab recht genau bestimmen, da sie sich nach dem Erwerbspreis richten. Andere hängen dagegen von den individuellen Gegebenheiten ab und können in ihrer Höhe stark variieren. Bis auf den letzten Cent lassen sich die Nebenkosten vorab also nicht ermitteln. Aber man kann sich diesem Wert mit einer genauen Kostenaufstellung zumindest annähern.

Blog-04-12-Baunebenkosten-finanzieren

Als Faustregel gilt: Etwa 15 – 20 Prozent der eigentlichen Baukosten kommen als Nebenkosten hinzu. Das sind bei einem 300.000 Euro teuren Bauprojekt rund 45.000 – 60.000 Euro. Die Nebenkosten machen damit einen beträchtlichen Teil der Gesamtkosten aus. Doch wie finanziert man diese am besten?

Finanzierung über Eigenkapital

Die beste Variante ist es, die Nebenkosten über die eigenen Rücklagen zu decken. Finanz-Experten raten, einen Eigenkapitalanteil von mindestens 20 Prozent in die Finanzierung einzubringen. Sind entsprechende Geldreserven vorhanden, empfiehlt es sich, den Anteil sogar auf 30 – 40 Prozent zu erhöhen. Damit reduzieren Bauherren nicht nur die Darlehenssumme, sie können sich auch über einen niedrigeren Zinssatz freuen.

In der Regel fordern Banken, dass zumindest die Erwerbsnebenkosten, also Maklercourtage, Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Gebühren für den Grundbucheintrag mit eigenen Mitteln finanziert werden. Sie haben keinen materiellen Gegenwert und fließen damit nicht in den Beleihungswert der Immobilie ein. Deshalb müssen die Erwerbsnebenkosten meist auch bei einer 100-Prozent-Finanzierung aus der eigenen Tasche gezahlt werden.

Ein zweiter Kredit

Prinzipiell lassen sich die Baunebenkosten – inklusive Erwerbsnebenkosten – auch über einen Ratenkredit ohne Verwendungszweck finanzieren. Allerdings ist ein Ratenkredit zumeist teurer als das Immobiliendarlehen.

Wer einen zusätzlichen Kredit benötigt, muss aber nicht immer die Bank einschalten. Als Geldquelle kommt auch der Arbeitgeber in Frage. Der Vorteil: Ein Arbeitgeberdarlehen ist meist zinsgünstiger als ein klassischer Ratenkredit. Zudem behandeln Kreditinstitute das Geld des Chefs wie Eigenkapital. Damit keine Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge anfallen, müssen jedoch sämtliche Modalitäten wie Zinsen, Darlehenslaufzeit und Tilgung in einem ordentlichen Darlehensvertrag festgehalten werden. Wichtig: Arbeitgeberdarlehen sind eine freiwillige Leistung. Es besteht kein rechtlicher Anspruch seitens des Arbeitnehmers.

Eine weitere Alternative zum Ratenkredit sind zinsgünstige Privatkredite von Freunden, Verwandten oder anderen Privatpersonen. Allerdings sollten auch hier die Vereinbarungen schriftlich festgehalten und die Rückzahlungsmodalitäten eindeutig geklärt werden.

110-Prozent-Finanzierung

Viele Banken ermöglichen unter bestimmten Bedingungen auch eine 110-Prozent-Finanzierung inklusive aller Kosten. Bauherren benötigen bei dieser Variante also überhaupt kein Eigenkapital. Das höhere Risiko lassen sich die Banken jedoch durch höhere Zinsen und Gebühren bezahlen. Zudem fallen die monatlichen Raten meist höher aus und die Rückzahlung des Kredits dauert deutlich länger. Nichtsdestotrotz kann eine Vollfinanzierung gerade für junge Gutverdiener, die wenig Rücklagen haben oder ihr Erspartes in der Hinterhand behalten wollen, genau das richtige Modell sein.

Der Town & Country Finanzierungsservice berät Bauherren in spe gerne über die verschiedenen Möglichkeiten zur Finanzierung der Baunebenkosten.

Eine Risikolebensversicherung zur Absicherung der Immobilie – sinnvoll?

Mit einem eigenen Haus erfüllt sich ein teurer Lebenstraum, den man optimal absichern sollte. Da eine Baufinanzierung über mehrere Jahre abbezahlt werden muss und in dieser Zeit auch Unverhofftes passieren kann, entscheiden sich viele Menschen für eine Risikolebensversicherung. Wir verraten Ihnen, ob sich eine Risikolebensversicherung zur Immobilienabsicherung lohnt!

Baut man ein Haus, freut man sich auf den Einzug und das Leben in den eigenen vier Wänden. Kaum einer denkt daran, dass während des Abbezahlens des Eigenheims etwas Unvorhergesehenes passieren kann. Jedoch hat das Schicksal manchmal andere Pläne und der plötzliche Tod eines Beteiligten kann aus der Baufinanzierung schnell eine Schuldenfalle machen. Dann ist auch der Verlust des Eigenheims nicht weit.

Blog-16-11-Risikolebensversicherung-Absicherung-Immobilie

Eine Risikolebensversicherung ist eine Möglichkeit, seine Immobilie vor dem Verlust durch Schicksalsschläge, wie dem plötzlichen Tod eines Kreditnehmers, abzusichern. Durch die Auszahlung der Versicherungssumme kann die Zwangsvollstreckung abgewendet und der Traum vom Eigenheim gerettet werden. Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen zur Risikolebensversicherung:

Lohnt sich eine Risikolebensversicherung?

Aufgrund dessen, dass Bauen teurer wird und man kaum noch Möglichkeiten hat, sich Eigenkapital anzusparen, werden immer mehr Baufinanzierungen mit sehr hohen Kreditsummen abgeschlossen. Um diese abzubezahlen, entscheiden sich Bauherren entweder für eine hohe, monatliche Rate oder eine längere Kreditlaufzeit. Beides birgt Risiken, welche man mit einer Risikolebensversicherung minimieren kann.

Für wen eignet sich eine Risikolebensversicherung?

Da niemand vor Schicksalsschlägen gewappnet ist, käme eine Risikolebensversicherung theoretisch für jeden angehenden Eigenheimbesitzer in Frage. Sinn macht sie aber vor allem bei (jungen) Familien mit einem Haupt- oder Alleinverdiener.
Sind beide berufstätig und verdienen in etwa gleich, sollte man überlegen, ob die monatlichen Raten auch mit einem Gehalt getilgt werden könnten. Ist die Antwort nein, lohnt sich eine Risikolebensversicherung auch in diesem Fall.
Versichern lassen sollte man zur Sicherheit immer beide Partner – vor allem dann, wenn auch beide berufstätig sind. Kümmert sich einer hauptsächlich um die Kinderbetreuung, lohnt sich eine Absicherung trotzdem, da der Hinterbliebene sonst für Kinderbetreuungskosten aufkommen müsste.

Wann zahlt die Risikolebensversicherung?

Die Versicherung bezahlt nur bei unvorhergesehenen Schicksalsschlägen, wie dem plötzlichen Unfalltod oder bei einer Krankheit mit tödlichen Ausgang.

Was sollte man bei der Höhe der Versicherungssumme beachten?

Grundsätzlich sollte die Risikolebensversicherung nicht nur die Immobilie absichern, sondern auch die Hinterbliebenen. Daher ist es wichtig, dass die Versicherungssumme die Kreditsumme und eine zusätzliche Absicherung der Angehörigen abdeckt. Für letzteres empfiehlt die Stiftung Warentest das 3- bis 5-fache des Bruttojahreseinkommens des Versicherten.

Welches Modell eignet sich zur Absicherung einer Immobilie?

Eine Risikolebensversicherung gibt es in 3 Modellen:

1.) Mit einer konstanten Versicherungssumme:
Hier bleibt die Versicherungsleistung im Todesfall während der gesamten Laufzeit gleich, unabhängig davon, ob jemand im 1. oder 10. Versicherungsjahr stirbt.

2.) Mit einer linear abfallenden Versicherungssumme:
Die Todesfallleistung verringert sich stetig mit jedem Jahr. Der oder die Versicherungsnehmer profitieren dabei von sinkenden Beitragszahlungen. Allerdings eignet sich dieses Modell eher nicht für die Immobilienabsicherung. Die Versicherungssumme sinkt schneller als die Restschuld des Kredits und dieser kann im Todesfall trotz Absicherung nicht komplett getilgt werden.

3.) Mit einer individuell fallenden Versicherungssumme:
Die Versicherungssumme fällt entsprechend des Zins-/ Tilgungssatzes der Baufinanzierung und passt sich so ideal an die verbleibende Restschuld an. Daher eignet sich dieses Modell eher für die Immobilienabsicherung. Jedoch wird es nicht immer angeboten. Steht es zur Auswahl, sollten Bauherren genau prüfen, wie hoch die Ersparnis gegenüber einer Risikolebensversicherung mit konstanter Versicherungssumme wäre.

Eine Alternative zur Risikolebensversicherung

Wer mit Town & Country Haus baut, braucht nicht zwingend eine Risikolebensversicherung. Im Hausbau-Schutzbrief, der im Kaufpreis jedes Massivhauses inklusive ist, ist auch der 20-Jahre NotfallHilfeplan enthalten. Bauherren, die nach dem Hausbau unverschuldet in Not geraten, können auf die Unterstützung des Massivhausanbieters zählen. Sieht man sich mit dem Verlust des Eigenheims konfrontiert, helfen die Experten von Town & Country Haus als Schuldnerberater bei den Verhandlungen mit der Bank und den Gläubigern. Auch die Town & Country Stiftung konnte bei besonders dramatischen Fällen helfen und so Familien das Leben trotz Schicksalsschlag etwas erleichtern und das Eigenheim retten.

Bauen ist derzeit so teuer und so günstig wie noch nie! – Preisaufschwung wird erwartet

Der Preis-Wahnsinn geht weiter! Hatten Menschen mit dem Traum vom Eigenheim zu Beginn der Corona-Krise noch gehofft, dass auch die Immobilienpreise fallen würden, werden sie nun bitter enttäuscht. Verschiedene Berichte zeigen: Die Preise klettern weiter ins Unermessliche. Warum das Bauen noch nie so teuer, aber gleichzeitig auch so günstig war, erfahren Sie hier!

Es scheint, als wäre momentan nichts und niemand immun gegen das Corona-Virus – außer der Immobilienmarkt! Prognostizierte man am Anfang der Pandemie noch einen Rückgang der Anfragen und damit verbunden fallende Preise (egal, ob beim Mieten oder Kaufen) und günstigere Baukosten, stellt man zum jetzigen Zeitpunkt eher fest, dass es vor allem mehr statt weniger wird. Mehr Anfragen und mehr Kaufabschlüsse generieren aber auch einen Anstieg der Kosten. Der aktuelle Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) bestätigt das Preiswachstum.

Bauen-teuer-guenstiger-Immopreise-steigen

Bauen wird auch zukünftig immer teurer

Der Preisaufschwung der Immobilienbranche geht damit ins 10. Jahr und hat mittlerweile fast alle Regionen Deutschlands erreicht. Auch in den kommenden 10 Jahren erwarten Experten eine erneute Wertsteigerung bei mehr als der Hälfte der 401 deutschen Städte und Landkreise. Am stärksten wird das Umland von München betroffen sein, aber auch in München selbst wird eine Steigerung von 1,7 % erwartet – und dass, obwohl für Normalverdiener dort Eigentum jetzt schon kaum mehr finanzierbar ist!

Außerhalb der bayrischen Landkreise zieht auch die Stadt Cloppenburg mit 2 % kräftig an. In den Großstädten Heilbronn, Potsdam, Leipzig, Dresden und Ingolstadt wird es eine jährliche Preissteigerung von 1 % geben. Nur die ländlichen Regionen des Ostens scheinen unbeliebt. Hier stehen die Preise still oder gehen sogar zurück.

Diese Entwicklung wird Menschen mit Wunsch nach einem Eigenheim wenig freuen. Dennoch kann Claus Michelsen von der DIW Berlin dem Ganzen durchaus etwas Positives abgewinnen: „Würde die Wirtschaftskrise auf den Immobiliensektor überspringen und fielen dann in größerem Ausmaß Immobilienkredite aus, könnte das viele Banken in zusätzliche Schwierigkeiten bringen. Das letzte, was Politik, Wirtschaft und auch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler jetzt gebrauchen können, sind strauchelnde Banken und zusammenbrechende Immobilienmärkte.“

Die Banken machen Bauen günstig

Es wundert also nicht, dass die hohe Nachfrage vor allem durch die Banken angefeuert wird. Diese machen ein Eigenheim Bau- oder Kaufwilligen momentan so günstig wie noch nie – trotz hoher Immobilienpreise! Wie? Durch Zinsen, die beinahe schon an einen Gratis-Kredit erinnern. Anfang September rutschten diese laut Interhyp-Berichten unter die 0,5 % – Marke. Ein Darlehen mit 10-jähriger Zinsbindung und sehr guter Bonität bekommt man laut BILD.de sogar schon für 0,4 % Zinsen.
Wer allerdings mit Negativzinsen spekuliert und hofft, bald weniger von seinem aufgenommenen Kredit zurückzahlen zu müssen, der wird laut Interhyp enttäuscht. Der Vermittler privater Baufinanzierungen hält dies auch in Zukunft für äußerst unwahrscheinlich.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Bauen?

Hausverkäufer von Bauunternehmen empfehlen Bauwilligen nicht mehr allzu lang mit der Erfüllung des Hausbauwunsches zu warten. „Wir können nicht in die Zukunft gucken und mit Bestimmtheit sagen, ob dieser Preistrend wirklich eintritt. Es deutet jedoch einiges darauf hin. Daher geben wir unseren Interessenten den Rat: Baut jetzt und sichert euch noch die günstigen Zinsen der Banken!“, fasst Jürgen Dawo, Gründer von Town & Country Haus, zusammen.

So werden Immobilienbesitzer schneller schuldenfrei

Zur Finanzierung der eigenen Immobilie ist in der Regel ein Kredit nötig. Genügend Eigenkapital, um das eigene Haus aus der Portokasse zu bezahlen, haben nur die wenigsten. Interhyp hat nun in einer Studie die Daten von 100.000 Kunden ausgewertet und kommt zu dem Schluss: Immobilienbesitzer, deren Zinsbindung ausläuft, sind bei guter Anschlussfinanzierung schneller schuldenfrei. Wir erklären, wo Sparpotenzial liegt!

Was den Sparer ärgert, freut den Immobilienbesitzer umso mehr: Das aktuelle Niedrigzinsniveau sorgt dafür, dass sich Eigentum vergleichsweise günstig finanzieren lässt. Davon profitieren Bauwillige und Käufer, aber gerade auch Immobilienbesitzer, die eine Anschlussfinanzierung benötigen. Eine Studie der Interhyp, Vermittler für private Baufinanzierungen, zeigt, dass solche Kreditnehmer derzeit rund fünfeinhalb Jahre früher ihre Schulden getilgt haben. Voraussetzung: Der neue Niedrigzins verändert sich nicht in der Restlaufzeit.

Immobilienbesitzer-schneller-schuldenfrei

Sparen durch eine kluge Anschlussfinanzierung

Läuft die Zinsbindung für den derzeitigen Immobilienkredit aus, sollten Kreditnehmer die optimale Anschlussfinanzierung sorgfältig durchdenken. Immerhin liegen die heutigen Konditionen laut Studie bei einem Drittel der ursprünglichen Werte. Mit diesen Möglichkeiten können Sie das Maximum an Sparpotenzial herausholen:

Anbieter vergleichen: Bei der Anschlussfinanzierung können Sie entweder bei Ihrer Bank bleiben oder zu einem anderen Anbieter wechseln. Besonders kompliziert ist der Wechsel nicht. Vergleichen Sie mehrere Banken und die dazugehörigen Konditionen miteinander. Wer auf gute Begleitung der Bank Wert legt, sollte auch darauf ein Auge haben.

Genug Zeit einplanen: Am besten beginnen Kreditnehmer mit auslaufender Zinsbindung so früh wie möglich mit der Planung der Anschlussfinanzierung. So haben Sie genügend Zeit, in Ruhe alle Möglichkeiten zu sichten und die optimale Ersparnis herauszuholen. Viele Kreditnehmer beginnen rund ein Jahr vor Ablauf damit. Ebenfalls möglich: Ein sogenanntes Forward-Darlehen, das Sie bereits einige Jahre vor Ablauf der Zinsbindung mit Ihrer Bank abschließen können. Es sichert Ihnen den heutigen Zinssatz für die spätere Anschlussfinanzierung. Werden Sie nicht aktiv, erhalten Sie spätestens drei Monate vor Ablauf der Zinsbindung ein neues Angebot der Hausbank.

Längere Zinsbindungen vorzeitig beenden: Zinsbindungen, die den Zeitraum von zehn Jahren übersteigen, dürfen laut Paragraph § 489 I Nr. 2 BGB kostenlos nach zehn Jahren beendet werden. Da alte Kreditverträge mit schlechteren Konditionen gestartet sind, kann sich das lohnen.

Monatsrate anpassen: Häufig hat sich nach zehn oder 15 Jahren Zinsbindung die finanzielle und persönliche Situation verändert, sodass sich neuer Spielraum für die Anschlussfinanzierung ergibt. Bei gleicher Monatsrate erhöht sich die Tilgungsrate durch die niedrigeren Zinsen, sodass Sie schneller schuldenfrei sind. Tipp: Möglicherweise lässt sich die Monatsrate sogar etwas erhöhen.

Zinsbindung beachten: Die Dauer der Zinsbindung hängt von den aktuellen Konditionen ab. Ein Richtwert: Je niedriger die Zinsen sind, umso länger sollte die Zinsbindung sein; bei vergleichsweise hohen Zinsen besser eine kurze Zinsbindung vereinbaren.

Sondertilgungen vereinbaren: Sondertilgungen sind ein wichtiges Element, um die Restschuld schneller zu begleichen. So lässt sich angespartes Geld optimal einsetzen. Ob Sie tatsächlich von den Sondertilgungen Gebrauch machen, entscheiden Sie. Banken bieten sehr unterschiedliche Sondertilgungsmöglichkeiten an. Deswegen gilt auch hier: Angebote einholen und bestmögliche Konditionen verhandeln.

Strengere Regeln bei der Kreditvergabe: So klappt es mit dem Baugeld

Die unsichere Wirtschaftslage lässt derzeit auch die Banken vorsichtiger werden. Viele Kreditinstitute haben deshalb die Regeln bei der Kreditvergabe verschärft. Doch Bauwillige müssen ihren Traum vom Haus nicht auf Eis legen. Fünf Tipps, mit denen man trotzdem an einen günstigen Kredit kommt!

Kurzarbeit, Verdienstausfälle, Angst vor dem Jobverlust: Obwohl sich die Zinsen für Baugeld nach wie vor auf einem niedrigen Niveau befinden, trauen sich viele Deutschen aufgrund der Unsicherheit in Zeiten von Corona nicht, ihren Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen. Einer aktuellen Umfrage der Bundesbank zufolge sank die Nachfrage nach einer Baufinanzierung erstmals seit 2017.

Banken-strenger-bei-Kreditvergabe

Banken reagieren auf unsichere Lage

Aber auch die Banken selbst kalkulieren vorsichtiger. Schon vor der Corona-Krise wurden die Schrauben bei der Kreditvergabe angezogen. Grund dafür ist die Wohnimmobilienkreditrichtlinie. Sie verpflichtet Banken und Versicherer dazu, die Kreditwürdigkeit der Kunden umfassend zu prüfen und ihnen ausschließlich Produkte anzubieten, die sie sich wirklich leisten können. Seit dem Ausbruch der Pandemie sehen die Kreditgeber noch genauer hin. So müssen Kreditnehmer nicht nur mit einem erhöhten Eigenkapitalanteil von 20 bis 30 Prozent rechnen, einige Banken verlangen zudem einen größeren Puffer bei der Haushaltsrechnung. Nicht selten werden sehr knapp kalkulierte Finanzierungen abgelehnt.

Fünf Tipps, um an günstiges Baugeld zu kommen

Doch noch immer stehen die Zeichen für den Hausbau günstig, denn die Europäische Zentralbank hält den Leitzins weiterhin auf null Prozent. So können sich Bauinteressenten die niedrigen Zinsen trotz strengerer Banken sichern:

Tipp 1: Genau kalkulieren

Bauwillige sollten sich ausreichend Zeit nehmen, um ihre finanziellen Möglichkeiten sowie die weitere Lebensplanung genau zu überdenken. Ist Nachwuchs geplant? Sind in den nächsten Jahren größere Investitionen erforderlich? Welche beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten gibt es? Und: Wie sicher ist der Arbeitsplatz?

Tipp 2: Eigenkapital mobilisieren

Eine wichtige Säule der Baufinanzierung ist das Eigenkapital. Je mehr eingesetzt werden kann, desto besser. Auf den Prüfstand gehören dabei sämtliche Vermögenswerte wie Lebensversicherungen, zuteilungsreife Bausparverträge sowie Spar- bzw. Festgeldkonten. Reicht das Eigenkapital nicht aus, dann sind eventuell Privatkredite von der Verwandtschaft, ein Arbeitgeberdarlehen, Schenkungen oder eine vorgezogene Erbschaft eine Lösung.

Tipp 3: Eine längere Laufzeit wählen

Entscheidet man sich bewusst für eine längere Laufzeit des Kredits, dann sinkt die monatliche Rate und die Haushaltsrechnung verbessert sich. Sollte das Monatseinkommen durch Verdienstausfälle oder Kurzarbeit sinken, ist man trotzdem noch in der Lage, den Kredit zu bedienen. Wichtig: Bauwillige sollten von vornherein auf Flexibilität setzen. Dazu gehört neben der Möglichkeit, den Tilgungssatz anzupassen, auch die Vereinbarung von Sondertilgungen.

Tipp 4: Mehrere Anbieter vergleichen

Nicht alle Banken urteilen nach den gleichen Regeln, vor allem, wenn es um das Thema Kurzarbeit geht. Es ist daher sinnvoll, mehrere Anbieter miteinander zu vergleichen. Beim Einholen unterschiedlicher Angebote sollten Bauinteressenten auf eine Konditionsanfrage bestehen. Diese wird nicht an die SCHUFA gemeldet und hat somit keinen Einfluss auf das Scoring.

Tipp 5: Finden lassen statt selber suchen

Da die Banken ihre Konditionen aktuell häufiger anpassen als vor Corona, ist es für Bauwillige nicht immer leicht, das beste Angebot zu finden. Zudem kosten Anfragen bei den verschiedenen Banken Zeit und Nerven. Wer nicht selbst auf die Suche gehen möchte, kann sich an einen Finanzvermittler wenden, der diese Arbeit übernimmt. Dabei gilt: Je größer sein Netzwerk, desto besser wird das Finanzierungsangebot passen.

Unabhängigen Finanzierungsservice nutzen

Wer sich für ein Massivhaus von Town & Country Haus entscheidet, wird bei der Finanzierungsplanung auf Wunsch vom bankenunabhängigen Finanzierungsservice unterstützt. Er vergleicht die Angebote zahlreicher regionaler und überregionaler Kreditinstitute und findet so die besten Konditionen. Damit erhalten die Bauherren eine Finanzierung, die perfekt auf ihre individuelle Situation zugeschnitten ist.